750 Starts auf der Aller

4. Kanurennsport-Regatta

Bei bestem Spätsommerwetter fand auf der Aller beim WSV Verden die mittlerweile 4. Kanurennsport-Regatta statt. Mit insgesamt 125 Wettkämpfen und rund 750 Starts bot die Veranstaltung zum Ende der Saison noch einmal ein umfangreiches und abwechslungsreiches Rennprogramm.
Eine besondere Neuerung gab es in diesem Jahr an der Startanlage. Der WSV Verden hatte eine neue Pontonanlage installiert, die den Kanutinnen und Kanuten den Start deutlich erleichterte. Bisher mussten die Boote vor dem Start rückwärts an die Startanlage heranfahren. Gerade für die jüngeren Paddlerinnen und Paddler stellte dies auf der Aller eine besondere Herausforderung dar. Viele von ihnen sind es aus dem Training nicht gewohnt, Rennen auf einem Fließgewässer auszutragen. In den vergangenen Jahren kam es deshalb immer wieder zu Kenterungen während der Startvorbereitung. Durch die neue Pontonanlage konnte dieses Problem deutlich reduziert und der Ablauf an der Startlinie verbessert werden.
Für die jungen Kanuten ist die Regatta in Verden zudem eine schöne Gelegenheit, zum Saisonabschluss noch einmal gemeinsam mit Sportlerinnen und Sportlern aus verschiedenen Vereinen und in unterschiedlichen Renngemeinschaften an den Start zu gehen.  Die jungen Sportler hatten viel Spaß dabei, in den verschiedensten Rennen und Bootsklassen zu starten. Einige mussten laufen um ihre Boote für den nächsten Start zu holen, weil sie soviele Rennen gemeldet hatten.


Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung ist traditionell das Flutlichtrennen. Hier treten die Paddlerinnen und Paddler im K.-o.-System direkt gegeneinander an. Immer zwei Boote fahren auf der 100 Meter langen Strecke um den Einzug in die nächste Runde. Für die Zuschauer ist dieses Rennformat besonders attraktiv, denn die kurzen Rennen können nahezu Schlag auf Schlag gestartet werden und sorgen für viel Spannung entlang der Strecke. Wenn am Abend die Strecke ausgeleuchtet wird und die Boote unter Flutlicht über die Aller sprinten, entsteht eine ganz besondere Atmosphäre.
Damit eine Veranstaltung dieser Größenordnung reibungslos ablaufen kann, war hinter den Kulissen ein großes Helferteam im Einsatz. Zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer kümmerten sich um die Organisation und den Ablauf der insgesamt 125 Rennen. Auch für das leibliche Wohl der Sportler, Betreuer, Zuschauer und Gäste war bestens gesorgt.
Eine wichtige Aufgabe übernahm erneut die DLRG-Ortsgruppe Verden. Mit zwei Booten und einem großen Aufgebot an Einsatzkräften sorgten die Helferinnen und Helfer für die Sicherheit auf der Aller. Ganz ohne Einsätze blieb die Veranstaltung allerdings nicht: Rund 20 Kenterungen wurden im Laufe der Regatta verzeichnet. Gerade bei den jüngeren Teilnehmern zeigte sich dabei, wie anspruchsvoll das Rennen auf einem Fließgewässer sein kann. Die DLRG war entsprechend immer wieder gefordert, konnte die gekenterten Paddlerinnen und Paddler jedoch schnell und sicher aus dem Wasser holen.
Am Ende blickten die Verantwortlichen des WSV Verden auf eine rundum gelungene vierte Auflage der Kanurennsport-Regatta zurück.

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